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In den späten 60er Jahren hatte ein bei IBM arbeitender Mathematiker eine, für damalige Verhältnisse, revolutionäre Idee: könnte man nicht Daten einfach in Form von Tabellen (Relationen) speichern und den Zugriff auf diese Daten durch einfache Tabellen-Operationen beschreiben? Das war die Geburtsstunde der relationalen Datenbanken und der Anfang einer auch kommerziell überaus erfolgreichen Umsetzung einer guten Theorie.


In der Datenbanken-Forschung ist die enge Verbindung zwischen Theorie und Praxis bis heute erhalten geblieben: zum Beispiel findet die bedeutendste allgemeine Datenbanken-Konferenz (SIGMOD) immer zusammen mit der wichtigsten Konferenz über Datenbanktheorie (PODS) statt und viele prominente Forscher bewegen sich in beiden Bereichen.

In der Vorlesung soll eine umfassende Einführung in die Theorie relationaler Datenbanken gegeben werden. Dabei sollen sowohl klassische Resultate wie auch einige neuere und neueste Forschungsergebnisse vorgestellt werden.

Die Vorlesung wird gegenüber der im Sommersemester 2006 gehaltenen Version völlig überarbeitet.

Themen sind unter anderem:

- Einfache Anfragesprachen: SQL und Logik erster Stufe
- Statische Analyse und Anfrageoptimierung
- Anfragesprachen mit Rekursion: Datalog
- Ausdrucksstärke und Auswertungskomplexität von Anfragesprachen
- Data Integration & Data Exchange
- Umgang mit unvollständiger Information
- Integritätsbedingungen